Smarthome 2014 – Projektvorstellung: Steuerung eines Einfamilienhauses per HomeMatic

Anzeige:

Lange hatte ich keine Zeit (und auch keine Lust) mehr für meine diversen Elektronik-Projekte. Doch jetzt kommt was großes! Mein Bruder hat sich ein neues Haus gekauft, vor rund zwei Wochen zeigte er mir einen Artikel im Internet. Die Max!-Heizungssteuerung von ELV. Ob ich ihm sowas einbauen könnte… Ja klar, könnte ich. Kein Problem. Aber nach etwas Google und Foren will ich es nicht! Max!-Steuerungen sind rein für die Heizung da, aber wenn dann richtig. Noch zwei drei Stunden mehr Google und ich habe das richtige gefunden: HomeMatic!

Mit HomeMatic kann man seine komplette Heizung (egal ob Heizkörper oder Fußbodenheizung) über Funk vernetzt steuern. Also Temperaturen zentral (und automatisch) regeln, Eco-Funktionen beim verlassen des Hauses und nachts auslösen und vieles mehr. Aber man kann damit viel mehr: Lichter, Rolladen, Jalousien, Garagentor, Klingel, Verbrauchsmessung, Alarmanlage,… Also ein komplett zukunftssicheres Projekt! Jetzt die Heizung, später dann nach Wunsch jederzeit nachrüstbar!

Also… Was muss auf die Einkaufsliste?

  • 1 Stück HomeMatic Zentrale CCU2: Mit dieser lassen sich alle Komponenten zentral programmieren und steuern. Auf der CCU2 befindet sich auch ein Webinterface, welches sich von jedem Rechner (oder Tablet oder Handy) im Netz aufrufen lässt
  • 1 Stück HomeMatic Funk-LAN-Gateway: Da das Haus mit vier Stockwerken nicht zuverlässig von der Zentrale per Funk erreichbar ist, kommt im Flur des 1. OG das LAN-Gateway, welches die Reichweite erhöht. Verbindungsabbrüche sind einfach nicht schön…
  • 12 Stück HomeMatic Funk-Heizkörperthermostate: Diese ersetzen einfach die normalen Drehventile am Heizkörper. Also superleicht zu ersetzen. Adapter sind für verschiedene Heizungen im Lieferumfang, für alle selteneren Heizungen sind diese für kleines Geld im Zubehör erhältlich
  • 4 Stück HomeMatic Funk-Wandthermostate: Für Wohn- und Schlafräume werden von „Profis“ immer wieder separate Wandthermostate zu denen am Heizkörper empfohlen. Diese würden dann die Temperatur genauer regeln und sind auch leichter erreichbar als ein Thermostat unter dem Fensterbrett direkt an der Heizung
  • 23 Stück HomeMatic Funk-Fenster-Drehgriffkontakte: Jedes Fenster im Haus bekommt an seinen Drehgriff einen eigenen Kontakt, welcher der Zentrale Statusänderungen mitteilt. Dieser sind also immer alle Statuszustände (geschlossen, geöffnet, gekippt) aller Fenster bekannt. Bei geöffnetem Fenster kann so die Heizung abgesenkt und bares Geld gespart werden (man liest von bis zu 30% Heizkosten im Jahr!). Außerdem ist so eine Erweiterung um Alarm-Funktionen der Zentrale möglich. Eine Alarmanlage würde dann nicht scharf geschaltet werden können, sofern noch ein Fenster geöffnet ist (alles frei programmierbar, z.B. im Dachgeschoss ist gekippt erlaubt, …).
  • 4 Stück HomeMatic Funk-Fenster-Kontakt: Da im Haus vier Dachfenster vorhanden sind und diese natürlich keinen Drehgriff besitzen, werden diese über normale Fensterkontakte überwacht.
  • 1 Stück HomeMatic Funk-Wandtaster 6fach: Dieser wird im Eingangsbereich installiert und dient der Steuerung einer Eco-Funktion. Hiermit kann beim verlassen des Hauses dieses manuell in den „Eco-Mode“ versetzt werden, es werden also alle Heizungen „ins Sparprogramm“ geschickt. Warum 6fach und nicht 2fach? Ja. Auch 2fach würde dafür reichen. Aber wer weiß was noch kommt… Licht über HomeMatic, Garagentorsteuerung,… Da wäre es finanziell doof jetzt einen 2fach-Taster zu installieren und später umzurüsten oder gar unzählige Taster nebeneinander zu haben. Daher gleich 6fach für wenig Geld mehr!

Noch nicht ganz klar ist die Steuerung… Vorerst wird es wohl nur eine vollautomatische Steuerung der Heizungen geben, manuelle Funktionen über den 6fach-Taster. Im Hintergrund wird auf der CCU2 wohl die Mediola-Software kommen, die eine Steuerung über Tablet oder Handy (iOS und Android) ermöglicht. Kompliziertere Dinge (z.B. Urlaubsmodus, …) werden dann über diese gesteuert. In naher Zukunft ist geplant, in jedem Stockwerk einen Tablet an der Wand zu installieren, der eine Statusabfrage und Steuerung aller Möglichkeiten bietet.

Mittelfristig soll auch die Haustürklingel mit Video auf die Tablets installiert werden. Sobald also jemand klingelt, wird ein akustisches Signal auf einem HomeMatic-Gong ausgelöst, zeitgleich schaltet sich auf allen Tablets das Kamerabild der Haustüre ein. Über einen Button kann dann die Sprechverbindung aufgebaut werden, ein weiterer Button steuert den Türöffner. Für dieses Projekt suche ich allerdings noch nach der richtigen Hardware-Lösung. Bastellösungen mit separater Webcam an der Türe sind definitiv ausgeschlossen. Die üblichen Video-Klingelanlagen haben alle eigene Protokolle, ich kann also nicht das Videobild einfach „anzapfen“. Fertige Lösungen, also Türstationen mit IP-Kamera, gibt es meines Wissens bisher nur von Mobotix und Telecom Behnke. Aber beide preislich jenseits von gut und böse (~ 1.500 Euro nur die Türstation!).

Hat hier jemand eine bessere Lösung? Am liebsten wäre mir ja eine günstige Video-Türstation (~ 300 Euro), an welche ich eine Art Gateway anschließe, welches das Videobild ins IP-Netz konvertiert… Ich bin für Vorschläge offen!

Anzeige:

Anzeige:

1 Trackback / Pingback

  1. Die Entscheidung ist gefallen – „Großbestellung“ HomeMatic-Komponenten – smarthome-tagebuch.de

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*