Der erste Schritt im neuen Heim: MAX!-Heizkörperthermostat an Oventrop-Heizung verbauen

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Ich habe ja echt lange überlegt, was in meiner neuen Wohnung in welcher Reihenfolge an Smarthome-Technik verbaut werden soll. Dass die Steuerung über den ioBroker auf einem Raspberry Pi 3 läuft ist schon sicher, die Komponenten hingegen nicht ganz. Im Rahmen meines Einzuges in den letzten Tagen ist mir jedoch eines aufgefallen: Ein Heizkörper hat ununterbrochen geheizt, zwei haben nie geheizt, zwei haben es so gemacht wie sie Lust hatten. Erster Gedanke, da die Wohnung ein paar Jahre leer stand: Ventile hängen. Einen der nicht heizenden konnte man wieder flott machen, die restlichen jedoch nicht. Also vermutlich Thermostate defekt. Also war die Entscheidung einfach: Es müssen als erstes die digitalen Thermostate her!

Doch auf welches System soll man setzen? Es gibt ja diverse proprietäre Systeme der verschiedensten Hersteller und dann verschiedene „etablierte Syteme“. Allen voran denke ich hier an HomeMatic. Doch mein Ziel ist ein günstiges Smarthome über ioBroker gesteuert. Das heißt ich hätte für sechs Heizkörperthermostate von HomeMatic ca. 210 EUR bezahlt, außerdem hätte ich noch eine CCU2 für rund 90 EUR gebraucht. Diese hätte ich zwar später auch für diverse andere HomeMatic-Geräte nutzen können, doch trotzdem hätte ich nun eine Investition von rund 300 EUR nur für die Heizung gehabt. Das war mir zu teuer! Ich habe mich daher für die MAX!-Heizkörperthermostate für rund 22 EUR und die MAX!-Cube für 35 EUR entschieden. Also bei meinen sechs Heizkörpern eine Gesamtsumme von 167 EUR. Das ist ein großer Unterschied, wenn man bedenkt, dass die MAX!-Thermostate angeblich die gleiche Hardware verbaut haben (stammen beide von der Firma EQ-3). Dass die Steuerung bei HomeMatic besser (oder bei MAX! schlechter) ist, stört mich nicht, da ja der ioBroker die volle Kontrolle übernehmen wird und der MAX!-Cube nur als Gateway zwischen den Systemen genutzt wird. Auch die Fensterkontakte werde ich nicht nutzen, hier werde ich sehr vermutlich auf die Produkte aus der Aqara-Serie von Xiaomi zurückgreifen, da die Anschaffung des Aqara Smarthome-Kit (bestehend aus dem Gateway, einem Funkschalter sowie zwei Tür-/Fensterkontakten) sowieso geplant ist. Die Absenkung der Heizung übernimmt dann wiederum der ioBroker. Was später evtl. noch aus dem Original-Programm dazu kommen wird, ist ein Wandthermostat, der dann in die Schalterserie über dem Lichtschalter integriert werden kann. Damit spart man sich den Weg zum Heizkörper, wenn man die Temperatur manuell ändern möchte. Dies ist jedoch noch unsicher, da ich plane das Schalterprogramm Gira E2 in anthrazit zu montieren, da sieht das weiße Thermostat vielleicht nicht ganz so edel aus…

Man sieht hier gut nach dem Kunststoff-Gewinde des Thermostat den Adapter

Die Thermostate wurden dank Amazon Prime natürlich rasend schnell geliefert, doch ich konnte diese nicht erfolgreich montieren… Sie ließen sich auf das Gewinde drehen, doch ich konnte es so fest drehen wie ich wollte, das Thermostat hing immer locker runter (man konnte es fast 2 cm in alle Richtungen bewegen!). Also eine etwas größere Recherche im Internet betrieben bis ich rausgefunden habe, dass der Hersteller meiner Heizung (Oventrop) früher nicht das heute übliche Gewinde von M30 x 1,5 verwendete, sondern welche mit M30 x 1,0 verbaut hatte! Es ist also ein Adapter notwendig! Diesen gibt es original von EQ-3 aus Kunststoff oder im Heizungs-Zubehör aus Metall, was natürlich deutlich stabiler sein wird und nur einen geringen Aufpreis kostet. Ich habe mich für letztere Version entschieden und siehe da: das MAX!-Thermostat lässt sich ohne Probleme montieren, die Adaptionsfahrt ist nach wenigen Sekunden abgeschlossen und im Display erscheint die eingestellte Soll-Temperatur. Mehr geht bei mir aktuell leider nicht, da ich noch auf die Lieferung des MAX!-Cube warten muss (billig in einem Online-Shop gekauft)… Doch immerhin kann ich jetzt an allen Heizkörpern wieder die Temperatur einstellen und das nicht mehr mit 1-5 sondern in Grad Celsius…

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2 Kommentare

  1. Vielleicht liege ich falsch, aber ich denke, ein Smarthome muß wachsen.
    Ich wohne seit 25 jahren in meinem Eigenheim und mein Smarthome wächst immer noch.
    Statt auf „billig“ setze ich auf ein Smarthome, dass man beständig erweitern kann.
    ich habe Komponenten der Homematic verbaut. Es kommen regelmäßig neue dazu.
    Statt auf eine CCU2, die ca 99 EUR kostet, setzte ich auf eine Raspberrymatic /piVCCU oder Yahm.
    Sollte man sich für piVCCU entscheiden, kann man die CCU2 und IObroker über einen einzigen Raspberry laufen lassen. Ich habe mich aber dafür entschieden, die CCU2 und IObroker pysikalisch zu trennen.
    Der Raspberry ist schon für ca. 30,00 EUR zu haben, das HM-Funkmodul für 20,00 EUR. Dann fehlt noch ein Gehäuse, made in China für 1,20 EUR, ein Netzteil ca 5,00 EUR und ein 2GB Mikro-SD Karte. Der Preis dürfte nicht viel höher sein als der des Max! Cube, nur dass ich dann ein System habe, das dann auch gut zusammen arbeitet.
    Meinen Strom- und Wasserverbrauch wird durch IObroker erfasst, der Staubsauger, Radio, TV und Klimaanlage über Broadlink damit gesteuert.

  2. Sehe ich genauso. Homematic ist einfach das flexibelste System und wird ständig erweitert. Klasse ist, dass der Hersteller auch die Einbindung der neuesten Produktreihe (Homematic IP) forciert.

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  1. ioBroker: Integration der MAX!-Heizungsthermostate über die MAX!-Cube – smarthome-tagebuch.de

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